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Der Cortège ist bei vielen Cliquen unbeliebt. Zwei rebellieren

von Andreas Maurer, Basellandschaftliche Zeitung

Zwei Stammcliquen protestieren gegen das starre Korsett des Cortèges. Sie fordern eine kreativere Fasnacht.

Die rot-weissen Plakate hängen plötzlich in der ganzen Stadt. Das grösste Transparent bei der Schifflände ist mehrere Meter breit: «Machsch scho Fasnacht, oder laufsch no d Route?» Die Seibi Clique tritt wie eine Gewerkschaft auf und demonstriert gegen den streng reglementierten Cortège. Auch die Basler Bebbi protestieren. In Anlehnung an die umstrittene Atheisten-Werbung verkünden sie: «Da ist wahrscheinlich kein Comité, also sorg dich nicht, geniess das Leben!»

Marc Bättig, Sujet-Obmann der Seibi Clique kritisiert: «Als Fasnächtler steckt man in einem engen Korsett.» Besonders störend sei, dass die Cliquen genau vorgeschriebene Routen ablaufen müssen. «Am Cortège teilzunehmen, ist überhaupt nicht lustig. Es ist einfach ein notwendiges Übel, um Subventionen zu erhalten», ergänzt Sacha Glardon, Obmann der Basler Bebbi. Aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums des Comités boykottieren die beiden Stammcliquen deshalb zum ersten Mal den Cortège. Dafür marschieren sie bereits am Morgen durch Basels Gassen. «Wir machen Fasnacht für uns und nicht für die anderen», erklärt Bättig. Mit der wilden Fasnacht entdecke seine Clique eine neue Freiheit. «Man stelle sich vor, es ist Cortège und keine Stammclique geht hin.»

«Wir möchten aber nicht nur über das Comité schimpfen. Das macht seine Arbeit eigentlich schon recht», unterstreichen Bättig und Glardon. Stattdessen hinterfragen sie das Verhalten der Cliquen. Die beiden Männer vermissen an der Basler Fasnacht Kreativität und Provokationen. Man könnte sich jedes Jahr als Donald Duck verkleiden und würde trotzdem vom Comité subventioniert, sagte sich Glardon. Bättig erinnert an den Ursprung der Fasnacht: «Sie ist aus Trotz geboren.» Gleichzeitig macht er schmunzelnd auf eine Doppelbödigkeit aufmerksam: «Auch unser Protest ist stur organisiert: Wir haben ein striktes Tagesprogramm erstellt und tragen einheitliche Fahnen und Anzüge.»

Protestler haben keine Vorschläge

Die beiden Cliquen machen keine konkreten Vorschläge für eine andere Form von Fasnacht. «Wir werden zu fest für die Fasnacht missbraucht. Die Cliquen brauchen daher eine Lobby, die sich für ihre Interessen einsetzt», fordert Bättig einzig. Ein Wandel sei nötig, nur wisse niemand genau, wie der aussehen soll. Für die Basler Bebbi hingegen ist klar, dass sie langfristig nichts verändern. «Das nächste Jahr machen wir wohl wieder die genau gleiche Cortège-Fasnacht wie immer. Unser Frust sitzt nicht so tief», sagt Glardon. Schon nur wegen der Subventionen werden sich seine Männer nächstes Jahr wieder brav in den Cortège einreihen: «Das gigantische Minus von diesem Jahr können wir uns nur einmal leisten. Sonst gibt es für uns keine Laterne mehr.» In erster Linie wollen die beiden Cliquen das Jubiläum des Comités auf eine Art begehen, wie es sich für die Fasnacht eigentlich gehört: kreativ und provokant.

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